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Autor: Supervisor
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Bitte um Hilfe “Es wird langsam eng“ – Tiertafel sucht verzweifelt ein Futterlager
Bitte um Hilfe “Es wird langsam eng“ – Tiertafel sucht verzweifelt ein Futterlager
Quelle: Stuttgarten Nachrichten 27.10.2025: Oliver von Schaewen
Suchen für die Tiertafel ein neues Futterlager (von links): Erika Gemmrig, Sven Scheuermann, Annette Schäfer und Bettina Reichel. Foto: Werner Kuhnle
Zwei Jahre lang hält die Tiertafel im Kreis Ludwigsburg schon Ausschau nach einem Futterlager. Gesucht wird ein Mensch mit Herz und 70 Quadratmetern Platz.
Bettina Reichel liebt Tiere– und engagiert sich für sie als Vorsitzende der Tiertafel Ludwigsburg-Heilbronn. Der Verein unterhält ein Futterlager auf dem ehemaligen Werzalit-Gelände in Oberstenfeld– muss dieses aber räumen. „Es wird langsam eng“, sagt die Vereinschefin. Die Kündigung auf dem geplanten Wohngebiet Bottwarwiesen sei nur noch eine Frage der Zeit.
Schon seit zwei Jahren bemühen sich Bettina Reichel und ihr Mann Sven Scheuermann um ein neues Lager. Ein erster Aufruf in der Presse verpuffte. „Es gab leider keine Reaktionen. Ich halte im Auto schon immer Ausschau – aber es hat sich nichts ergeben“, sagt die Vereinsvorsitzende. Natürlich werte sie auch Angebote in Immobilienportalen aus. „Der Verein kann sich aber keine 2000 Euro Miete leisten.“
Das ehemalige Werzalit-Areal wird über kurz oder lang geräumt werden müssen. Foto: Archiv (avanti/Ralf Poller)
Gesucht wird folglich ein Mensch mit Herz, der irgendwo in einer seiner Hallen 70 Quadratmeter Platz hat und sich vorstellen kann, den mit der Tiertafel zu teilen. „Es wäre kein ständiges Ein- und Ausgehen, nur manchmal räumen Helfer Futterspenden ein“, erklärt Bettina Reichel. Das Zusammenstellen der Ausgabelieferungen dauere nur jeweils einen halben Tag. „Und das nur dreimal im Monat“, sagt Bettina Reichel. Es würde verladen und losgefahren – es gäbe keinen Kundenverkehr.
Versorgt werden 55 Katzen, 30 Hunde, drei Vögel und drei Hasen
Aktuell stapeln sich die Futterdosen in der Halle auf Regalen – die Tiertafel versorgt etwa 90 Tiere von etwa 60 Haltern, die das Futter nicht mehr selbst bezahlen können. „Wir geben alle vier Wochen rund 260 Kilo Katzenfutter und 140 Kilo Hundefutter heraus“, erzählt Bettina Reichel. Versorgt würden 55 Katzen, 30 Hunde, drei Vögel und drei Häschen.
Etwa die Hälfte der rund 50 Mitglieder packe mit an, um die Tierhalter zu beliefern. Im Lager in Oberstenfeld werden die Portionen vorsortiert und zur Ausgabestelle in Heilbronn und Ludwigsburg gefahren. Dort holen es die Tierhalter entweder ab oder sie werden von dort aus persönlich versorgt, wenn sie nicht mehr mobil sind.
Ansprüche an die Halle hat der Verein nur wenige. „Sie sollte ebenerdig anfahrbar sein“, erklärt Sven Scheuermann, der eine einfache Garage wegen der niedrigen Höhe ausschließt. Kämen kommunale Räume, beispielsweise in einem Bauhof, infrage? „Das wäre okay“, sagt Scheuermann. Bettina Reichel würde sich über eine Heizung freuen: „Das Verladen im Winter ist manchmal schon hart.“ Manchmal helfe man sich mit Punsch und Glühwein über die Runden.
Das neue Lager sollte irgendwo zwischen Beilstein und Tamm liegen
Die Lage der Halle in Oberstenfeld an der Schnittstelle der beiden Landkreise Ludwigsburg und Heilbronn war bisher für den Verein ideal. „Die meisten Mitglieder leben im Bottwartal – der Vereinssitz ist in Steinheim“, berichtet die Vorsitzende, die selbst in Höpfigheim wohnt. „Eine Räumlichkeit irgendwo zwischen Beilstein und Tamm wäre gut.“
Die Lagerfläche ist aber nicht der einzige Punkt, der den Tiertafel-Vorstand beschäftigt. Während für die Auslieferungen immer genügend Freiwillige zur Verfügung stehen, fehlt dem Verein jemand, der sich dem Online-Auftritt widmet und ihn weiterentwickelt.
Zudem finanziert die Tiertafel mittlerweile auch Medikamente und ärztliche Behandlungen – ein teures Engagement. „Wir suchen immer wieder Paten für einzelne Tiere“, erzählt Bettina Reichel. Drei Hunde litten unter Herzkrankheiten, bei einer Katze stehe die Amputation einer Pfote bevor. „Für solche Eingriffe können wir nicht mit den Standardspenden aufkommen.“
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simba2

Simba2 🐾 Bitte helft Simba – einem tapferen Kerl 🐾
Simbas Tierhalterin ist schwer krank. Jeder Schritt ist eine Qual. Aber sie sagt: “Ich muss leben, um für Simba dasein zu können.” Denn auch Simba ist schwer krank: Sein kleines Herz ist schwach. Seine Prostata bereitet ihm Probleme. Seine Bauchspeicheldrüse ist nicht in Ordnung, was immer wieder zu blutigen Durchfällen führt. Und seine Anämie führt dazu, dass er manchmal einfach schwach zur Seite fällt 😭.
Aber der 12 jährige Mischling schaut seine Halterin jeden Tag mit denselben warmen Augen an. Augen, die sagen: „Ich kämpfe… bitte gib mich nicht auf.“
Doch die Tierarztkosten übersteigen alles, was seine Besitzerin tragen kann. Wir helfen, wo wir können… aber diese medizinischen Dauerbehandlungen schaffen wir nicht allein.
✨ Deshalb bitten wir dich:
Hilf Simba und seiner Tierhalterin gemeinsam durchs Leben zu gehen. Sie brauchen einander!Für Spenden bitte den QR-Code, den Spendenbutton oder unsere Bankverbindung in der Fußzeile verwenden.
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Zu Gast im TV-Studio bei “Trude Kuh”-Vereinsförderung
Zu Gast im TV-Studio bei “Trude Kuh”-Vereinsförderung
Bericht vom 22.08.2025
Wenn das eigene Tier plötzlich Hunger leidet, weil der Geldbeutel nicht mehr reicht, dann ist die Not groß. In dieser Situation springt die Tiertafel Ludwigsburg/Heilbronn ein. Gegründet im Jahr 2019 von Bettina Reichel und Sven Scheuermann, hat der Verein längst eine zentrale Rolle übernommen, wenn es darum geht, Tierhalterinnen und Tierhalter in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. Im Gespräch mit Georg Mahn, Redaktionsleiter der „Trude Kuh“-Vereinsförderung, waren die beiden live aus Steinheim zugeschaltet und gaben Einblicke in ihre Arbeit, die Herausforderungen im Alltag und die besonderen Geschichten hinter den Zahlen. Die Fakten sprechen für sich: Rund 50 Mitglieder gehören heute zur Tiertafel, 25 davon sind aktiv im Einsatz. Versorgt werden derzeit 61 Tierhalter mit insgesamt 97 Tieren – Hunde, Katzen und manchmal auch Kleintiere, die ohne das Engagement des Vereins Gefahr laufen würden, ihr Zuhause zu verlieren. Im Lager in Steinheim an der Murr, auf 70 Quadratmetern, stapeln sich die Futtersäcke und Zubehör. Hier wird sortiert, kommissioniert und verteilt. Das klingt organisatorisch, doch hinter jeder Zahl steht ein Schicksal, hinter jedem Futtersack eine persönliche Geschichte.
Wenn Notlagen Mensch und Tier treffen
Im Gespräch schilderte Bettina Reichel eindrücklich, wie schnell Menschen unverschuldet in eine Situation geraten können, in der das Geld für das Nötigste fehlt. Krankheit, Jobverlust, Trennung oder eine Rente, die hinten und vorne nicht reicht – Gründe gibt es viele. Gerade Tierhalter trifft es besonders hart, denn sie tragen Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern auch für ein Lebewesen, das von ihnen abhängig ist. „Niemand soll sein Tier abgeben müssen, nur weil das Geld nicht mehr reicht“, brachte Sven Scheuermann die Motivation auf den Punkt. Die Tiertafel hilft dort, wo Sozialhilfe, Grundsicherung oder Wohngeld allein nicht ausreichen. Voraussetzung für eine Unterstützung ist, dass das Tier bereits vor Eintritt der Notlage Teil des Haushalts war. So soll verhindert werden, dass Tiere angeschafft werden, nur um über die Tiertafel versorgt zu werden. Doch die Nachfrage ist groß, größer als die Möglichkeiten. Deshalb musste der Verein eine Warteliste einführen. Wer Hilfe braucht, meldet sich, füllt ein Formular aus und wird aufgenommen, sobald ein Platz frei wird. Dieser bürokratische Schritt sei notwendig, erklärte Reichel, weil die Ressourcen begrenzt sind. „Wir möchten jedem gerecht werden, aber wir können nur das verteilen, was wir bekommen“, sagte sie im Interview.
Ehrenamt als tragende Säule
Die Tiertafel ist ein Paradebeispiel für ehrenamtliches Engagement. Ohne die Helferinnen und Helfer würde nichts funktionieren. Manche fahren regelmäßig ins Lager, um Spenden zu sortieren, andere kümmern sich um Transporte oder helfen bei Veranstaltungen. Wieder andere unterstützen in der Öffentlichkeitsarbeit, pflegen die Website oder die Social-Media-Kanäle. „Es ist eine Gemeinschaft, die weit über das Verteilen von Futter hinausgeht“, beschrieb Scheuermann die Arbeit. Denn die Hilfe beschränkt sich nicht auf die Tiere. Sie erreicht auch die Menschen, die in schwierigen Situationen oft mit Scham oder dem Gefühl der Isolation zu kämpfen haben. Wer zur Tiertafel kommt, findet nicht nur Unterstützung, sondern auch Verständnis. Das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden, sei für viele ebenso wichtig wie das Futter für Hund oder Katze. Georg Mahn hakte im Gespräch nach, wie Menschen selbst aktiv werden können. Die Antwort war klar: Jeder, der etwas Zeit übrig hat, kann mitmachen. Ob jung oder alt, ob mit Muskelkraft beim Tragen oder mit Kommunikationsgeschick in der Öffentlichkeitsarbeit – jede Hand wird gebraucht. Besonders wertvoll sei es, wenn sich Menschen langfristig einbringen. Denn gerade die Kontinuität, das Verlässliche, mache die Tiertafel zu einem sicheren Anker für Tierhalterinnen und Tierhalter.
Notfellchen und die Kraft der Patenschaften
Doch es gibt Situationen, in denen Futterspenden allein nicht reichen. Wenn ein Tier krank wird, wenn Medikamente oder spezielles Diätfutter notwendig werden, dann entstehen schnell hohe Kosten, die die betroffenen Halterinnen und Halter schlicht nicht stemmen können. In diesen Momenten greift die Tiertafel zu einem besonderen Instrument: den Patenschaften. Unter dem Begriff „Notfellchen“ sammeln die Verantwortlichen gezielt Spenden für einzelne Tiere, die dringend Hilfe brauchen. Tierfreunde können hier direkt Verantwortung übernehmen – mit einem festen monatlichen Beitrag oder einer einmaligen Unterstützung. Die Paten erhalten im Gegenzug regelmäßige Informationen über das Tier, dessen Geschichte sie ein Stück weit mitschreiben. „Es geht darum, dass ein Tier nicht leiden muss, nur weil der Halter krank geworden ist oder plötzlich ein Medikament über 100 Euro im Monat kostet“, erklärte Reichel. Die Resonanz sei berührend. Immer wieder gebe es Menschen, die spontan helfen und damit zeigen: Solidarität funktioniert auch über die eigenen vier Wände hinaus. Für Mahn war dieser Punkt ein entscheidender Moment des Gesprächs. Denn er machte deutlich, dass die Tiertafel nicht nur eine logistische Einrichtung ist, sondern auch eine Brücke zwischen Tierfreunden in ganz unterschiedlichen Lebenslagen. Wer mehr hat, gibt ein Stück ab. Wer weniger hat, bekommt Unterstützung. In dieser Balance liegt die besondere Stärke des Vereins.
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Hartmut

Kater_Hartmut 💔 Kater Hartmut kämpft – und wir kämpfen mit ihm 🐾
Hartmut ist ein elfjähriger, sanftmütiger Kater, der es liebt, draußen in der Sonne zu liegen. Doch Hartmut hat es nicht leicht: Neben einem angeborenen Herzfehler leidet er an einer schweren Autoimmunerkrankung. Diese verursacht schmerzhafte Entzündungen, die nur mit regelmäßigen Tierarztbesuchen, Antibiotika-Behandlungen, Cortisontherapie und speziellem Futter in den Griff zu bekommen sind.
Er ist festes Familienmitglied einer jungen, sehr liebevollen Familie. Seine Menschenmama ist gerade in Elternzeit, sein Papa macht eine Ausbildung. Als Hartmut vor 4 Jahren zu ihnen kam, haben sie eine Versicherung für ihn abgeschlossen. Diese deckt leider nur einen kleinen Teil der hohen Kosten. Deshalb muss die junge Familie immer wieder Behandlungen für Hartmut aufschieben. Das bricht ihnen das Herz. 💔
Nach vielen Tierarztbesuchen steht nun fest: 👉 Ein Pfötchen muss amputiert werden, damit er endlich keine Schmerzen mehr hat.
Die gute Nachricht: Die junge Familie hat eine OP-Versicherung, die einen Teil der anstehenden Operationskosten übernimmt.
Aber:
❗Alle Folgekosten – Medikamente & Nachsorge – übersteigen das, was die Familie stemmen kann.
❗Die Behandlung seines angeborenen Herzfehlers und der schweren Autoimmunkrankheit wird auch langfristig teuer bleiben. Und allein schaffen sie es nicht!👉 Darum suchen wir Patinnen und Paten für Hartmut.
Schon ein paar Euro im Monat – egal in welcher Höhe – helfen, ihm ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen.
Jeder Beitrag macht einen Unterschied und schenkt Hartmut Lebensqualität. ❤️Wenn Ihr Patin oder Pate werden möchten, spendet auf unser Bankkonto (IBAN DE11604500500030198762) unter dem Verwendungszweck „Kater Hartmut“ oder bei Paypal
❤ Im Namen von Hartmut sagen wir schon jetzt von Herzen Danke! ️
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bali
Bali braucht Euch – Ein Herz für einen tapferen Kater ❤️🐾
Bali ist gerade einmal 3 Jahre alt – ein junger, lebensfroher Kater, der zusammen mit seiner Schwester Nala bei seiner Familie lebt. Die beiden sind unzertrennlich: Bali liebt es, Nala zu putzen, mit ihr zu kuscheln und gemeinsam auf dem Balkon die Sonne zu genießen. 🌞🐾
Doch plötzlich änderte sich alles. Bali ist schwer herzkrank. 😭Vor wenigen Wochen verschlechterte sich sein Zustand dramatisch: Ein Lungenödem brachte ihn in Lebensgefahr. Er musste in die Klinik und wurde dort in eine Sauerstoffbox gelegt – es war unklar, ob er überlebt. Seine Familie bangte um ihn, doch Bali kämpfte! 💪
Nach einem Wochenende durfte er nach Hause, doch nur wenige Tage später war seine Atemfrequenz wieder besorgniserregend hoch. Er musste erneut in die Klinik, erneut in die Sauerstoffbox – erneut kämpfte er ums Überleben. Und wieder hat er es geschafft. Doch dieser Kampf hat seinen Preis.
Balis Behandlungen, Klinikaufenthalte und Medikamente haben bereits 4000 Euro gekostet – eine Summe, die für seine alleinerziehende Tierhalterin unmöglich zu stemmen ist. Sie gibt alles für ihre 3 Kinder und ihre geliebten Katzen, doch das Geld reicht kaum für den Alltag, obwohl sie arbeiten geht. Die Töchter sind noch im Studium bzw. auf dem Gymnasium. Alle wissen, wie wichtig eine gute Ausbildung und ein guter Job sind, um das Leben zu meistern. Gerade deshalb ist es ihnen auch so unangenehm, um Hilfe zu bitten.
Lasst uns helfen – gemeinsam! 🙏
Werdet Bali-Pate und schenkt ihm Zeit zum Leben!
Bali muss regelmäßig zur Kontrolle zur Kardiologin, braucht spezielle Medikamente und eine angepasste Versorgung. Sein Frauchen muss unteranderem drei Mal am Tag seine Herzfrequenz messen, doch das macht sie gern, da es der kleinen Familie etwas mehr Zeit mit dem jüngsten Familienmitglied ermöglicht 💕
❤️ So könnt ihr helfen:
🐾 Übernehmt eine Patenschaft – schon ein kleiner Betrag im Monat hilft!
🐾 Spendet einmalig – jeder Euro zählt!
Update: Bali hat es leider nicht geschafft. Sein Herzleiden war schon zu weit fortgeschritten. Daher hat sich die Tierhalterin nach dem letzten Herzultraschallbefund entschlossen, Bali gehen zu lassen 😭. Allerdings bleiben die 4000 € Schulden für den Klinikaufenthalt. Daran wird sie noch lange zahlen müssen. Und wenn wir ihr schon nicht den Schmerz über den Verlust ihres geliebten Katers nehmen können, dann können wir ihr dennoch helfen: Balis Schwester Nala bekommt von der Tiertafel 2/3 des benötigten Futters. Wie wäre es, wenn wir die Tierhalterin weiterhin unterstützen? Dann könnte sie mit diesen Spenden das restliche Futter und etwaige Tierarztbesuche für Balis Schwester Nala bezahlen. Das ist dann Hilfe für Bali bis zum Ende und darüber hinaus ….💕
Für Spenden bitte den QR-Code, den Spendenbutton oder unsere Bankverbindung in der Fußzeile verwenden.
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Wenn das Geld nicht mehr fürs Tier reicht
Wenn das Geld nicht mehr fürs Tier reicht
Quelle: Marbacher und Stuttgarter Zeitung // Autor: Oliver von Schaewen // Foto: Andreas Essig // Zum Artikel
Dramatisch angestiegen ist die Zahl derer, die um Futter bei der Tiertafel Ludwigsburg/Heilbronn bitten.
WIE KANN MAN HELFEN?
Spenden Geldspenden sind nach Auskunft der Tiertafel hilfreich, damit Tierfutter gekauft oder tierärztliche Behandlungen finanziert werden können. Die Bankdaten sind auf der Internetseite der Tafel zu finden: backup.tita-lbhn.de/.
Patenschaft Die Tiertafel vermittelt Patenschaften für einzelne kranke Tiere und deren bedürftige Besitzer. Durch monatliche Zuwendungen können aber auch Medikamente für die sogenannten Notfellchen finan- ziert werden.
Lager Die Tiertafel sucht ein neues Lager, um Nahrungsmittel und anderes Zubehör zur Tierhaltung unterzubringen. Sollte jemand ein Objekt vermitteln oder zur Verfügung stellen können, sollte er Kontakt auf- nehmen unter 0 15 25/ 71 02 55 89. ole
Kreis Ludwigsburg. Spritgeld lehnt Jürgen Pony kategorisch ab. Einmal im Monat fährt der 66-Jährige in seinem Privatwagen Futter der Tiertafel Ludwigsburg/Heilbronn aus. Pony startet am Wohnort Oberstenfeld und versorgt Bedürftige, die sich Nahrung für ihr Haustier nicht mehr leisten können. Die 70 Kilometer lange Tour führt von Ilsfeld, Lauffen und Besigheim über Großbottwar und Steinheim zurück ins obere Bottwartal. Daheim in Oberstenfeld sichtet er im Lager auf dem ehemaligen Werzalit-Gelände oft schon am frühen Morgen die Bestände. In jüngster Zeit jedoch mit einiger Sorge.
Denn die Regale im Lager sind längst nicht mehr so voll wie noch vor zwei Jahren. Die Nachfrage habe sich seither verdoppelt, berichtet Bettina Reichel, Vorsitzende des Vereins Tiertafel, der 2019 gegründet wurde und jetzt 48 Mitglieder zählt. Der Krieg in der Ukraine habe auch Haustiere ins Land gebracht. Zudem könnten sich viele Menschen Futter und Tierarztkosten, die im November wegen einer neuer Gebührenordnung explodiert seien, nicht mehr leisten. „Wir treffen auf sehr viel Not“, erzählt Reichel, die von 110 Hunden, Katzen und anderem Getier bei derzeit 67 Haltern spricht.
Die Motivation der Vereinsmitglieder sei ungebrochen, doch bei dem Andrang könnte der Verein mehr Helfer und Spenden vertragen. „Wir sind die einzige Tiertafel in Deutschland, die das Futter bis vor die Haustür anliefert“, sagt Bettina Reichel. Andere Tafeln operierten in größeren Städten – dort holten sich die Bedürftigen Futter und Katzenstreu per ÖPNV am Lager ab. Das klappe bei der Tiertafel für die beiden Landkreise Ludwigsburg und Heilbronn jedoch nicht. „Wir sind viel zu sehr auf der Fläche verteilt, die Menschen können hier nicht vom Land aus zu uns kommen. Sie haben ja auch kein Auto.“ Für einen Hund wiege eine Monatsration beachtliche 30 Kilogramm. Solche Mengen seien nicht einfach zu bewegen.
So geht es derzeit mit fünf Privatautos alle vier Wochen los, bis an die Stadtgrenze von Stuttgart und in Teilorte von Vaihingen an der Enz. Reichten noch vor zwei Jahren pro Tour rund 300 Kilo Futter, sind es inzwischen 500.
Mehr Spenden und auch kleinere Arbeiten im Lager oder für die Webseite des Vereins wären langfristig nötig, erklärt Bettina Reichels Ehemann Sven Scheuermann, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Geldspenden hielten die Hilfe aufrecht, so könnten die Vereinsmitglieder Futter nachkaufen. Wertvoll sei aber auch die Unterstützung eines Tierfutter-Ladens und einer Discounterkette in Ilsfeld. „Dort steht für uns ein Korb, und die Kunden können dort eingekauftes Futter für uns ablegen.“ Tiernahrung, dessen Haltbarkeitsdatum fast oder ganz abgelaufen sei, bekommt der Verein aus dem Handel nicht. „Eine solche Hilfe würde uns aber freuen und weiterhelfen.“
Froh ist die Tiertafel über den Support durch die Backnanger Levkas GmbH, die das alte Lagerhaus auf dem Oberstenfelder Werksgelände für eine „extrem tierliebe“ Miete zur Verfügung stellt, so Scheuermann. Allerdings werde der Verein die Halle wahrscheinlich irgendwann in den nächsten zwei Jahren räumen müssen, da Levkas mit der Gemeinde auf dem Areal das große Neubaugebiet Bottwarwiesen für 1300 Personen errichten wolle. „Wir sind auf der Suche nach einem neuen Lagerhaus, tun uns aber schwer damit.“ Scheuermann, der als Höpfigheimer wie viele andere Vereinsmitglieder im Raum Marbach und Bottwartal wohnt, wäre froh, wenn wieder eine Halle mit einem festen Gemäuer gefunden werden könnte. „Eine Scheune reicht leider nicht, weil wir die Tiernahrung vor Nagern schützen müssen.“
In einzelnen Rathäusern habe der Verein schon auf der Suche nach einer neuen Halle angeklopft, doch habe sich noch nichts ergeben, erzählt Sven Scheuermann, der wie seine Frau bei Bosch arbeitet und erschrocken war zu sehen, wie wenig sich die bedürftigen Menschen wirklich leisten könnten. „Das ist schon schlimm zu hören, dass auf etwas gespart wird, was andere sofort selbst schnell kaufen könnten.“ Einen Missbrauch des Vereinsansinnens schließt Sven Scheuermann weitgehend aus. „Wer zu uns kommt, muss sich outen und seine Vermögensverhältnisse offenlegen.“ Diesen Schritt scheuten sicherlich viele. Wer dennoch komme, meine es ernst: Tiere sollten nicht im Tierheim landen müssen, findet Scheuermann. Es sei schön, wenn Menschen im Haustier weiterhin einen Rückhalt fänden. So hätten auch Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ihre Lieblinge mitgenommen. „Die Geflüchteten sind untereinander sehr gut vernetzt und kommen vermehrt auf uns zu.“
Zugenommen hat offenbar auch der Bedarf an Spezialnahrung für kranke Tiere. Michaela Kroker, die früher als freigestellte Betriebsrätin bei der Deutschen Post tätig war und an diesem Vormittag ebenfalls im Lager mithilft, staunt: „Eine Packung Trockenfutter für Katzen mit Bauchspeicheldrüsenentzündung kostet 38 Euro. Sonst zahlt man für normale Nahrung etwa sechs Euro.“


